Hannes Schmidhauser zum Film «General Sutter»«Die Figur des Johann August
Sutter ist sicher eine der schönsten Rollen, die ich in meinem Leben
spielen konnte. Sein Draufgängertum und Wagemut sind faszinierende
Eigenschaften, die ich persönlich gut nachvollziehen kann. Ich fühle mich
ihm und seinem Wesen in vielen Punkten verbunden. Sutter hat als Schweizer
Emigrant Pionierarbeit geleistet. Leider sind seine Taten oft falsch
interpretiert worden. Die tragischen Umstände und die Ungerechtigkeit, die
ihm widerfahren sind, machen mich betroffen und ich hoffe sehr, dass
dieser Film dazu beiträgt, dass er und seine Geschichte von der
Öffentlichkeit besser verstanden werden. Zudem denke ich, dass es für das
Image der Schweiz wichtig ist zu zeigen, dass sie in der Vergangenheit
viel Positives geleistet hat. Es ist, nicht nur aus heutiger Sicht, eine
mutige und grosse Leistung, was Sutter vor über 150 Jahren in der
damaligen Wildnis Amerikas zustande brachte.»
Biographie Hannes Schmidhauser
Geboren am 9. September 1926 in Locarno. Beginn seiner schauspielerischen Karriere
1942 mit der Ausbildung am Bühnenstudio in Zürich. Parallel zur Schauspielerei
spielt Hannes Schmidhauser erfolgreich Fussball und bestreitet als Captain der
Schweizer Nationalmannschaft die grossen internationalen Matches der fünfziger
Jahre. Zwischen 1946 und 1950 stellt der junge Schauspieler sein Talent in Deutschland
unter Beweis und spielt an renommierten Bühnen wie den Städtischen
Bühnen Frankfurt viele klassische Rollen. 1954/55 gelingt ihm mit den Ueli-Rollen
in den Gotthelf-Filmen «Ueli der Knecht» und «Ueli der Pächter» der
Durchbruch beim Film. Danach reiht sich ein Film-, TV- und Bühnenengagement
ans andere. Zwischen 1964 und 1970 erweitert er seine berufliche Erfahrung als
Produzent und Schauspieler und betätigt sich zwischendurch als Journalist
und Sportkommentator beim Radio. Der Film General Sutter war Hannes Schmidhausers
letzter
Film. Er starb im Februar 2000 in seinem geliebten Tessin. |